Option auf weitere Gleise ist unverzichtbar

Verkehr

Im Zusammenhang mit den Gutachten zum S-Bahn-Lückenschluss zwischen Berlin-Spandau und Falkensee nähern sich die Standpunkte einander an. Die Reaktion auf eine Pressemitteilung zum Thema macht deutlich, dass auch die havelländische CDU die Option auf weitere Gleise in diesem Streckenabschnitt absichern möchte. Allerdings ist diese Zielsetzung in zwei der vier Varianten des anstehenden Gutachtens nicht verankert.

Nur die beiden Varianten, die einen Ausbau der S-Bahn bis Falkensee vorsehen, beinhalten eine Aussage zu neuen Gleisen. Weder für den Fall des endgültigen Verzichtes auf den S-Bahn-Lückenschluss noch bei einem Ausbau der S-Bahn auf Berliner Gebiet bis zum neuen Endbahnhof Hackbuschstraße wird die Trasse für weitere Gleisanlagen bis Falkensee gesichert.
Sollte im Ergebnis des Lückenschluss-Gutachtens eine dieser Varianten umgesetzt werden, gäbe es für die Deutsche Bahn AG keinen Grund mehr, auf einen Verkauf nicht betriebsnotwendiger Flächen nördlich des Bahnhofes Falkensee, im Bereich des ehemaligen Güterbahnhofes oder entlang der Trasse bis zum Bahnhof Berlin-Spandau zu verzichten.

Heiko Müller: „Wer die Option auf zusätzliche Gleise zwischen Berlin-Spandau und Falkensee sichern will, muss diese Forderung an die Landesregierung, das Land Berlin und den Bund auch stellen. Nichts anderes war mein Anliegen. Leider hat die CDU-Fraktion im Kreistag abgelehnt, über meinen Antragsentwurf zu verhandeln. Wenn wir uns also einig über dieses Anliegen sind – umso besser. Dann müssen wir unserer gemeinsamen Forderung auch mit einem Kreistagsbeschluss und einem Beschluss der Stadtverordnetenversammlung Gewicht verleihen.“

Zielsetzung von Falkensee muss sein, dass die für weitere Gleise notwendigen Flächen – egal ob für S-Bahn, Regionalbahn oder SX-Bahn – langfristig gesichert werden. Alle dafür nicht notwendigen Flächen nördlich des Bahnhofes Falkensee und im Bereich des ehemaligen Güterbahnhofes sollten dagegen an die Stadt verkauft werden. Diese Flächen werden gebraucht, um das nördlich Umfeld am Bahnhof Falkensee endlich entwickeln zu können.

Heiko Müller: „Die Entwicklung des nördlichen Bahnhofsumfeldes erfordert den Rückbau der nicht mehr nutzbaren Gebäude in diesem Bereich. Diese Aufgabe kann die Stadt nur in Zusammenarbeit mit der Deutschen Bahn AG leisten.“

 
 

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