Heiko Müller: Lösung für Schutz des alten Baumbestandes zeichnet sich ab

Veröffentlicht am 12.03.2007 in Umwelt

Seit Jahren wird in Falkensee nach einem Weg gesucht, den alten Baumbestand in der Gartenstadt besser zu schützen. Zu diesem Thema wird der Brandenburger Umweltminister Dietmar Woidke am 19.03.2007 um 19:00 Uhr auf einer Veranstaltung des Bürgervereins Finkenkrug und der Lokalen Agenda im kleinen Sitzungssaal des Rathauses erwartet.

Die Stadtverordnetenversammlung hatte vor Jahren eine weitreichende Baumschutzsatzung aufgestellt. Im Rahmen dieser Satzung ist geregelt, dass Bäume im Zusammenhang mit dem Bau von Häusern nur im erforderlichen „Baufenster“ gefällt werden können. Damit sollte gesichert werden, dass die anderen auf dem Grundstück befindlichen Bäume trotz der Baumaßnahme erhalten bleiben. Probleme treten immer wieder auf, wenn ein Baugrundstück nach dem Brandenburger Waldgesetz als Wald eingestuft wird. In einem Wald können im Rahmen von forstwirtschaftlicher Nutzung auch Bäume gefällt werden, die einem geplanten Bau nicht im Wege stehen – die kommunale Baumschutzsatzung gilt nicht. Deswegen wurde und wird diese Regelung oft genutzt, um möglichst alle Bäume auf einem Grundstück zu fällen. Im Ergebnis wird das für Falkensee charakteristische Bild unwiederbringlich zerstört.

Heiko Müller
: „Im Juni 2006 wurde in einem Erlass zum Brandenburgischen Waldgesetz die Mindestfläche für die Einstufung als Wald auf 2000m² erhöht. Das war ein Schritt in die richtige Richtung, reicht aber für die besondere Situation in Falkensee nicht aus.“

Für die Beurteilung eines Baugrundstückes in Hinblick auf die „Waldeigenschaft“ werden nicht nur das Grundstück selbst, sondern auch die umliegenden Grundstücke betrachtet. Deswegen reichen oft schon zwei nebeneinander liegende Grundstücke aus, um die Mindestanforderung für die Waldeinstufung von 2000m² zu erfüllen. Im Landtag und im Ministerium wurde in den letzten Wochen nach einem Weg gesucht, eine an die Verhältnisse der Gartenstadt angepasste Regelung zu finden. Untersucht wurden unter anderem die landesweite Anhebung der Mindestfläche für die Einstufung als Wald, eine Sonderregelung für Falkensee auf der Basis des „Standarderprobungsgesetzes“, die generelle Wirksamkeit von Baumschutzsatzungen auf innerstädtischen Waldflächen und die Erarbeitung eines „Masterplanes“ für die innerstädtischen Waldflächen.

Heiko Müller: „Die vielen Gespräche haben sich gelohnt. Bei meinen letzten Beratungen mit dem Ministerium in der vorigen Woche hat sich abgezeichnet, dass Minister Woidke zu der Veranstaltung am 19.03.3007 eine auf Falkensee zugeschnittene Lösung mitbringt.“

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