Container oder Erweiterungsbau – das ist hier die Frage

Bildung

von Heiko Müller

Nachdem das von der Stadtverwaltung vorgelegte Investitionsprogramm für die Schulen in Falkensee auf weitgehende Akzeptanz gestoßen ist, bleibt nur noch die Baumaßnahme an der Scholl-Grundschule umstritten.

Während Bürgermeister Bigalke mit Unterstützung der SPD-Fraktion auch an dieser Schule einen „normalen“ Erweiterungsbau vorgeschlagen hat, möchte die CDU-Fraktion den Platzbedarf mit einem Containergebäude decken. Die CDU begründet diese Variante damit, dass ohne die räumliche Entlastung für das Schuljahr 2008/2009 der Schulbetrieb nicht mehr gewährleistet ist. Außerdem verweist sie immer wieder darauf, dass die Erweiterung nur für wenige Jahre benötigt wird. Danach wären die Räume überflüssig.
Bei aller Emotion, die durch die Diskussion um die Varianten aufgekommen ist, sei zunächst festgestellt: Beide Varianten sind grundsätzlich machbar. Jede der beiden Varianten hat Vor- und Nachteile. Deswegen wird eine Entscheidung auf der Basis einer Abwägung der jeweiligen Vor- und Nachteile erfolgen müssen. Für die Containervariante spricht, dass sie bereits 2008 umsetzbar sein könnte und kostengünstiger ist. Allerdings sind derartige Container nur eine Lösung für 5 bis 10 Jahre. Danach würden sie wieder abgebaut und die Scholl-Grundschule hätte die Raumkapazität von 2007. Nachteil ist eine deutlich geringere Qualität z.B. beim Schallschutz im Vergleich zu klassischen Bauweisen. Auch die Betriebskosten sind höher, insbesondere wegen der bei Containern üblichen Elektroheizung. Für die Einführung von Schulformen, die auf ein dauerhaftes Raumkonzept angewiesen sind, wären Container keine Grundlage.
Für die auch bei dem jetzigen Schulgebäude verwendete Bauweise sprechen die höhere Qualität, die niedrigeren Betriebskosten und die Dauerhaftigkeit des Bauwerkes – also die von den Grünen geforderte Nachhaltigkeit. Außerdem wäre ein solches Bauwerk eine gute Basis für die Einführung der flexiblen Eingangsstufe und/oder einer verlässlichen Halbtagsgrundschule. Nachteil sind der um ein Jahr spätere Errichtungszeitpunkt und die höheren Baukosten.
Für die Entscheidung über die Varianten sind mehrere zentrale Fragen zu beantworten. Kann die Schule ohne eine räumliche Erweiterung in das Schuljahr 2008/2009 gehen? Obwohl es eng ist und bleibt, ist dies aller Voraussicht nach möglich. Kann die teurere Variante eines „normalen“ Erweiterungsbaus finanziert werden? Das Finanzierungskonzept der Stadtverwaltung bestätigt dies. Bleibt die Frage, ob wir die neuen Räume nur für wenige Jahre oder auf Dauer benötigen. Werden diese Räume auf längere Zeit in Falkensee benötigt, so sind Container die falsche Entscheidung.
Ich bin mir sicher, dass wir die geplanten Schulerweiterungen auf lange Zeit benötigen. Eine Reihe Gründe sprechen dafür. Zunächst haben alle unsere Prognosen über die Schülerzahlen in den letzten Jahren zu niedrig gelegen. Insbesondere der aus dem ungebrochenen Zuzug resultierende Schülerzuwachs ist schwer zu berechnen. Deswegen werden die Schülerzahlen in den Grundschulen in den nächsten Jahren zwar zurückgehen – aber nur moderat. Wir haben in den ersten Klassen im nächsten Schuljahr im Durchschnitt 26 Kinder. Gehen die Schülerzahlen in den Folgejahren um 10% zurück, werden wir 23 bis 24 Kinder pro Klasse haben. Das sind immer noch mehr als genug. Gehen die Schülerzahlen tatsächlich noch weiter zurück, dann werden die Schulen endlich mehr Räume für Fachunterricht und Arbeitsgemeinschaften haben. Außerdem könnten bessere Arbeitsbedingungen für die Lehrerinnen und Lehrer geschaffen werden. Beide Maßnahmen sind eine Grundlage für eine qualitative Weiterentwicklung der Schulen. Selbst wenn die Schülerzahlen dramatisch zurückgehen sollten, können die dann frei werdenden Raumkapazitäten sinnvoll genutzt werden. So könnte dann z.B. der Hort in der alten Diesterweg-Schule frei gezogen werden. Diese Gebäude würde dann von Jugendlichen, Senioren oder sonstigen Vereinen genutzt werden. Der Bedarf in diesen Bereichen ist in Falkensee längst nicht gedeckt und wird kontinuierlich mit der Bevölkerungsentwicklung anwachsen. Die Gefahr, dass wir in ein paar Jahren nicht mehr wissen, was wir mit den leer stehenden Räumen anfangen sollen, ist außerordentlich gering. Deswegen ist eine provisorische Erweiterung mit Container an der Scholl-Grundschule möglich, ein auf Dauer angelegter Erweiterungsbau aber sinnvoller.

 
 

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