Chancen nicht verspielen

Verkehr

Bis zum Mauerbau war Falkensee in das Berliner S-Bahnnetz eingebunden. Am 13.August 1961 wurde der Zugverkehr dann unterbrochen – quer über die Gleisanlagen wurde die Mauer errichtet. Im Rahmen der Verhandlungen zur Deutschen Einheit wurde festgelegt, dass die mit dem Mauerbau unterbrochenen S-Bahnlinien wieder aufgebaut werden sollen. Auch der S-Bahn-Lückenschluss zwischen Berlin-Spandau und Falkensee gehört dazu.

Heiko Müller: „Ich habe die Unterbrechung der S-Bahnlinie zwischen Falkensee und Berlin hautnah miterlebt. Zusammen mit meinen Eltern und meinem Bruder wurde ich am Abend des 12.August 1961 auf dem Bahnhof Albrechtshof festgenommen. Wir wurden bis zur endgültigen Unterbrechung der S-Bahn in der Nacht festgehalten. Ein einschneidendes Erlebnis.“ Seit der Öffnung der Mauer im Jahr 1989 wird nun über die Wiedereinrichtung der S-Bahn nach Falkensee diskutiert. Da zwischenzeitlich das Angebot von Regionalbahnen und Regionalexpresszügen ausgebaut wurde, ist der S-Bahn-Lückenschluss umstritten. Für viele Berufspendler in Falkensee und Brieselang ist das derzeitige Regionalbahnangebot attraktiver als ein alternatives S-Bahn-Angebot. In einem Gutachten, das gemeinsam von Berlin, Brandenburg, dem Bund und dem Landkreis Havelland in Auftrag gegeben wurde, sollen die Auswirkungen des S-Bahn-Lückenschlusses ermittelt werden. Derzeit wird erneut über den Untersuchungsauftrag verhandelt. Heiko Müller: „Wir müssen aufpassen, dass wir nicht wegen einer Momentaufnahme unsere Chancen in der Zukunft verspielen. Keine Entscheidung ist besser als eine Entscheidung, die uns die Option nimmt, wenn nötig weitere Gleisanlagen zwischen Falkensee und Berlin-Spandau zu errichten.“ Alle Diskussionen über die Auswirkungen des Klimawandels machen deutlich, dass die Bedeutung der Bahn sowohl im Regionalverkehr als auch im Fernverkehr zunehmen wird. Im Nahbereich wird ein Teil des Individualverkehrs mit dem Auto durch die Bahn zu ersetzen sein und im Fernverkehr insbesondere die Flüge auf Kurz- und Mittelstrecken. Voraussetzung für einen Ausbau des Bahnverkehrs ist aber, dass die dafür notwendigen Gleise ausreichende Kapazitäten aufweisen. Insbesondere in den Großstädten ist das Schaffen neuer Bahntrassen fast ausgeschlossen. Nur auf vorhandenen Bahntrassen können Erweiterungen vorgenommen werden. Sollte als Ergebnis des Gutachtens der S-Bahn-Lückenschluss zwischen Berlin-Spandau und Falkensee verworfen werden, so gibt es keinerlei Planungen, die ein weiteres Offenhalten der bisher für die S-Bahn vorgehaltenen Flächen erfordern. Heiko Müller: „Wenn aus welchem Grund auch immer die bisher freigehaltenen Trasse für zusätzliche Gleise zwischen Berlin-Spandau und Falkensee verlorengeht, dann haben wir eine großen Fehler gemacht. Wir werden auf alle Zeiten mit den beiden derzeitigen Gleisen klarkommen müssen. Das darf nicht geschehen. Wir müssen die Option für weitere Gleise – egal ob für S-Bahn oder Regionalbahn - erhalten.“ Als Erläuterung habe ich angefügt: Über den Antrag haben wir mit der CDU-Fraktion im Kreistag verhandelt - allerdings ohne Ergebnis. Der Variantenvergleich basiert auf vielen Gesprächen, die ich zum Thema in den letzten Wochen im Ministerium, im Landkreis und mit Verkehrsfachleuten geführt habe. Insbesondere zu den Varianten 3 und 4 des in Arbeit befindlichen Gutachtens gibt es weder inoffizielle noch offizielle Ergebnisse. Mein letzter Stand ist, dass derzeit noch über den Untersuchungsauftrag verhandelt wird. Die unterschiedlichen Beweggründe und Befürchtungen, die auch zu einer Verzögerung des Gutachtens führen, sind in meinen Variantenvergleich eingeflossen. Mit den strategischen Überlegungen versuche ich herauszuarbeiten, was für das Havelland der beste Weg sein könnte. Ich denke, darüber werden wir in den nächsten Wochen ausführlich reden können. Ich weiß, dass meine Schlussfolgerung "lieber keine Entscheidung, als eine Entscheidung..." nicht sonderlich populär ist. Trotzdem halte ich diesen Weg in Abwägung aller Fakten für den besten.
 
 

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Der SPD Vorstand und SPD Ortsverein lädt am 11.12.2018 um 18.00 Uhr zur Sprechstunde ein. Sie sind herzlich in der Geschäftsstelle der SPD Falkensee willkommen mit der Beisitzerin, dem Fraktions-und Kreitstagsmitglied Frau Ingrid Junge Gesprächezu führen und sich auszutauschen. Für Anregungen und Fragen steht Frau Junge gerne zur Verfügung. Um Anmeldung unter info@spd-falkensee.de wird gebeten.

Wir wünschen Ihnen eine frohe Adventszeit, ein besinnliches Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr 2019!

Im neuen Jahr sind wir wieder für Sie da. Die neuen Sprechstundentermine folgen.

 

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