Bürgermeister-Kandidaten debattierten mit Sportlern über Pläne der Stadt

Kommunalpolitik

ULRIKE KIEFERT (Märkische Allgemeine, 11.6.2007)

Über das Finanzvolumen ist viel und heftig debattiert worden. Nun soll das geplante Sportstättengroßprojekt die Stadt Falkensee keine 18 oder 20, sondern rund 22 Millionen Euro kosten. Diese Summe stellte Heiko Müller am Freitagabend in den Raum, als die fünf Falkenseer Bürgermeisterkandidaten mit rund 100 Sportlern und Interessierten im Restaurant "Bayerischer Hof" über die Bauvorhaben Campus-Halle und Sportzentrum Rosenstraße diskutierten.
"Wenn, dann machen wir es richtig", betonte Heiko Müller (SPD).

Mit 18 Millionen Euro werde die Stadt nicht auskommen, jedenfalls nicht ohne Verzicht auf wesentliche Bereiche wie etwa die Arena für die Leichtathleten an der Rosenstraße. Bedenken, dass die Stadt die 22 Millionen Euro nicht schultern könnte, äußerte Müller nicht. "Falkensee
kann sich diesen Kredit leisten." Auch Daniela Zießnitz, Bürgermeisterkandidatin für die CDU, sprach sich dafür aus, das Gesamtpaket aus Vierfeld-Campus-Halle am Gutspark, Fußballstadion mit Kegelbahn und Tribüne, vier Kunstrasenplätzen, Kleinspiel-und Beachvolleyballfeld sowie Leichtathletikstadion an der Rosenstraße schnüren zu wollen. "Ich bin kein Bauplaner, aber wenn 22 Millionen Euro dafür nötig sind, dann stehe ich dazu", antwortete Zießnitz auf die Frage von Heiko Müller, ob sie auch bereit wäre, so viel Geld ausgeben zu wollen.

Mike Krüger, der einen "endlich sicheren Finanzplan" forderte, äußerte sein Unverständnis über die "Kehrtwende" der SPD. "Sie wollten doch ursprünglich auf 18 Millionen kürzen. Jetzt sind es plötzlich vier Millionen mehr", sagte der Kandidat des Alternativen Bündnisses (ABÜ). Dietmar Strehl verwies auf die Aussage der Kämmerin, dass maximal 19 Millionen Euro für die Stadt machbar seien. Ansonsten gebe es für längere Zeit keine finanziellen Spielräume mehr. "Die Aufnahme weiterer Kredite etwa für Schulen oder Kitas ist dann nicht mehr möglich", warnte der Kandidat
von Bündnis 90/Die Grünen. Kopfschmerzen bereiten Dietmar Strehl auch die sechsstelligen Betriebs- und Wartungskosten für die Sportstätten. Torsten Bathmann (FDP) plädierte dafür, sich einen privaten Investor ins Boot zu holen. Schließlich dauerten die Planungen noch eine Weile.

In der zweieinhalbstündigen Gesprächsrunde mussten sich die Bürgermeisterkandidaten auch kritische Äußerungen der Sportler gefallen lassen. "Innerhalb von Monaten haben Sie ein Projekt über 20 Millionen Euro aus dem Boden gestampft. Ich frage mich, was Sie in den letzten zehn Jahren für uns gemacht haben", bemerkte Oliver Herper und
erntete zustimmendes Kopfnicken. Die Nöte der 5000 aktiven Sportler seien bekannt gewesen und als dringlich bewertet worden, konterte das Fünfgestirn. "Wir diskutieren seit eineinhalb Jahren mit den Vereinen. Jetzt sind wir uns darüber einig, was wir wollen", sagte Daniela Zießnitz. Schulen und Kitas hätten nach der Wende Priorität gehabt, ergänzte Heiko Müller. Rosemarie Driehaus wollte wissen, ob denn auch an eine Schwimmhalle gedacht werde. Da dafür nicht mit Fördermitteln vom Land zu rechnen sei, könne er diese nicht versprechen, antwortete Heiko Müller. Seine Gegenkandidatin von der CDU nannte diesen Vorschlag für Falkensee illusorisch. Es sei denn, mehrere Gemeinden beteiligten sich finanziell an diesem Projekt.

Einig waren sich alle Bürgermeisterkandidaten über die künftig freie Nutzung der Sportstätten für die 19 Sportvereine. Torsten Bathmann schlug zusätzlich den kostenlosen Eintritt für Kinder, Jugendliche und Senioren vor.

 
 

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SPD Sprechstunde in der Geschäfststelle:

Wir wünschen Euch und euren Lieben einen wundervollen Sommer! 

Nach den Ferien freuen wir uns wieder, Gespräche mit Euch zu führen. Die Termine folgen.

Bei Fragen bzw. um Anmeldung unter info@spd-falkensee.de wird gebeten.

 

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Die nächste Mitgliederversammlung ist am 18. Juni 2019:

Wir laden Euch herzlich zu 19 Uhr in das Restaurant Kronprinz, Friedrich-Engels-Allee 127, Falkensee ein.

Wir werden die Kommunal- und Europawahl auswerten und einen Ausblick zur

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Mit freundlichen Grüßen

Ines Jesse

Eure Ortsvereinsvorsitzende

 

 

 

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